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Sonntag, 28. August 2016

unser diesjähriger Sommer-Hit: Sommerrollen



Sommerrollen sind einfach, schnell gemacht, wunderbar leicht und gästetauglich, da man sie sehr gut vorbereiten kann. Damit haben sie sich für mich schon qualifiziert zu meinem diesjährigen Hit für heisse Sommertage.



Ich hatte sie bereits letztes Jahr bei Petra entdeckt (klick hier für ihr Rezept) und in der Zwischenzeit haben wir schon einige Variationen für uns abends auf der Terrasse zubereitet. Man stellt einfach alle Zutaten, in kleinen Schalen oder Tellern hübsch angerichtet auf den Tisch, bereitet ein oder zwei Dips zu und jeder kann sich seine Sommerrolle nach Gusto selbst zubereiten. Mit den fettigen frittierten Frühlingsrollen habe diese köstlichen kleinen Dinger glücklicherweise nicht mehr die geringste Ähnlichkeit.

ich nehme (für 2 - 3 Pers.)

6 - 8 Blätter Reispapier 
ein paar Blätter grüner Salat, evtl. in etwas breitere Streifen geschnitten
ca. 2 Karotten, in Julienne geschnitten
1 kleine Zucchino, in Julienne geschnitten
2 EL geröstete Erdnüsse
2 Zweige Koriander
3 Zweige glatte Petersilie
1 Zweig Minze

und je nach Gusto:

fein geschnittene Scheiben Mango, Sojasprossen, Glasnudeln, Garnelen (roh), angebratene Streifen von Räuchertofu, gebratene Streifen von Entenbrust, gegrillte Rinderfilet-Streifen oder krümelig gebratenes Hack, pikant gewürzt

DIP: 

1. Variante: Sweet Chili Sauce, Rezept gibt es hier (klick)

2. Variante: 3 EL Erdnussöl, 1 EL Reisessig, 1 EL Limettensaft und evtl. abgerieb. Schale, 2 EL Tamari, 1 EL Fischsauce, 1 TL Honig, 1 EL Knoblauch, feinst gehackt, 1 EL Ingwer, frisch gerieben




Samstag, 20. August 2016

Wochenmarkt in Barr - marché hebdomadaire

Ich liebe Märkte - insbesondere die französischen Märkte. Eine schöne Sammlung von südfranzösischen Märkten mit wundervollen stimmungsvollen Fotos gibt es bei Micha zu bewundern.

Auch unsere elsässischen Märkte haben ihren Charme. Wann immer Gerhard und ich am Wochenende im Elsass unterwegs sind, versuchen wir, dies mit einem Besuch auf einem der Wochen-Märkte zu verbinden, so diesmal auf dem Markt in Barr im Nord-Elsass, der samstags auf dem Place de la Gare stattfindet.



Wir haben diesen Markt Anfang Juni besucht. Es war ein ziemlich trüber, regnerischer Tag und das Fotografieren der Köstlichkeiten an den jeweiligen Markt-Ständen war nicht so ganz einfach, da die Scheiben stark beschlagen haben und die Händler bei Hochbetrieb auch nicht nachkamen, diese trocken zu reiben. Doch lasst einfach die Fotos auf euch wirken:
























Freitag, 19. August 2016

Auberge d'Imsthal, bei La Petite Pierre

Auberge d'Imsthal, Lieu-dit Imsthal, Route Forestière, bei La Petite Pierre, täglich geöffnet, Tel. 03 88 01 49 00

Wir waren an einem der wenigen sommerlich warmen Tage Anfang Juli in dieser wundervoll gelegenen Auberge mitten im Wald in den Nordvogesen.



Foto Auberge d'Imsthal

Man sitzt auf der grossen Terrasse mit Blick auf den Natur-See, der nicht nur von den Hotelgästen, sondern auch von den Restaurant-Besuchern genutzt werden darf. Eine schöne Liegewiese, ein Picnic-Platz und eine herrliche Bademöglichkeit, um sich kurz vor dem Essen noch eine kleine Abkühlung zu gönnen.

Foto Auberge d'Imsthal

Der Service ist überaus freundlich und zuvorkommend. Die Speisekarte ist traditionell und verzeichnet einige der elsässischen Klassiker wie Schnecken und Gänseleber-Pastete.

Für mich gibt es als Vorspeise Salat mit warmem Ziegenkäse:




und anschliessend ein tadellos gebratenes Entrecôte mit selbstgemachter Kräuterbutter und frischem Gemüse



Gerhard entdeckt eines seiner Lieblingsessen auf der Karte: Bouché à la reine - Königinpastetchen




und gönnt sich anschliessend noch ein Eis. Für mich gibt es einen Espresso und einen wunderbaren Mirabellen-Schnaps.

Wir sitzen bis abends spät auf der schönen Terrasse und plaudern mit dem Patron, dessen herrlicher Humor ihn zu einem angenehmen Gesprächspartner macht.

Montag, 15. August 2016

sablés au chocolat et fleur de sel de Pierre Hermé

Sablés au chocolat et fleur de sel de Pierre Hermé



Zum ersten Mal habe ich diese Köstlichkeit bei einer meiner Lieblings-Bloggerinnen entdeckt - da hatten die Sablés allerdings schon die Runde durch unzählige deutsch, englisch und französisch sprachige Blogs gemacht. Bis ich mich zu Süsskram aufraffen kann, dauert es ja immer ein Weile, zumal das Rezept diesmal vom französischen Meister-Pâtissier Pierre Hermé stammt, doch dann haben sie Monsieur sooo sehr begeistert, dass es sie schon häufig gegeben hat - zumal sie nun wirklich einfachst und schnell zuzubereiten sind. Lediglich der leicht krümelige Teig stellt eine kleine Herausforderung dar...



Für Schokoladenfans und Süssschnuten sind diese Kekse ein MUSS - intensivster Schokogeschmack und das zarte Knistern der Salzkristalle rufen höchstes Entzücken hervor - ich weiss wovon ich schreibe, stehe ich doch als unbeteiligte Bäckerin und Beobachterin staunend daneben und sehe, wie nach und nach und unaufhaltsam ein sablé nach dem anderen im Mund von Monsieur verschwindet (aufbewahren in der Keksdose??? das probieren wir beim nächsten mal ...)

ich nehme:

175 g Mehl
30 g Kakao
5 g Natron
150 g weiche Butter
120 g Rohrzucker
50 g Puderzucker
5 g Fleur de sel
Mark einer Vanilleschote
150 g Zartbitter-Schokolade

und los gehts:

Die Schokolade mit Hilfe eines Brotmessers oder einer Reibe fein hacken oder reiben. Mehl, Kakao und Natron vermischen und sieben. Die sehr weiche Butter mit dem Rohrzucker, Puderzucker, Salz und Vanille gut vermischen. Die Mehl-Kakaomischung dazugeben und alles vermengen - die Schokoladenraspeln zuletzt unterkneten.

Nur so viel wie nötig kneten. Darauf achten, dass sich beim Rollen keine Luft einschließt. Aus dem Teig zwei 4 cm dicke Rollen formen (der Teig ist etwas bröselig, es hilft, die Rollen in Klarsichtfolie zu formen). 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Ein paar Minuten warten, bis der Teig sich ohne zu brechen schneiden lässt. Dann 1cm dicke Scheiben schneiden und mit ein wenig von etwa 2-3cm Abstand auf ein Blech mit Backpapier verteilen.

Bei 170 °C Umluft nicht mehr als 11-12 Minuten backen, sie dürfen nicht austrocknen. Komplett abkühlen lassen, bevor man sie in einer Blechdose aufbewahrt.

Samstag, 13. August 2016

Restaurant A L'Agneau, Mothern

Restaurant à l'agneau, 8, route de Seltz, 67470 Mothern, Tel. 03 88 94 80 66
Ruhetage: Mittwoch und Donnerstag, Sonntag durchgehend warme Küche


Schon seit vielen Jahren kommen wir in dieses gemütliche Restaurant, das von Sabine und Jean Louis Pautler geführt wird. Madame ist im Service, souverän, aufmerksam, charmant, Monsieur führt seine Brigade in der Küche an.

Als Tagesempfehlung gibt es als Vorspeise frische gegrillte Sardinen - da kann ich nicht widerstehen, denn das ist für mich Sommer pur:



Gerhard wählt einen Klassiker aus der elsässische Küche, Burgunderschnecken, mit einer köstlichen selbstgemachten Kräuterbutter:


Beim Hauptgericht sind wir uns mal wieder einig: Wir haben schon vieeel zuuu lange kein Cordon Bleu mehr gegessen, das musste mal wieder sein!



Zum Abschluss dann für mich eine perfekt gereifte Käseauswahl, das Highlight war oben links im Bild der Munster in Walnussöl:


Für Gerhard darf es noch etwas Süsses sein: Créme Brulée, mit Sommerfrüchten und einem Mango-Sorbet, allerdings in einer unvorstellbar grossen Portion, da musste er kapitulieren:


Wir hatten der sommerlichen Jahreszeit angepasst, einen schön hellen Rosé aus dem Département Var, wobei ich mir leider den Namen nicht gemerkt habe. Das muss ich beim nächsten Besuch im Agneau nachholen.

Dienstag, 9. August 2016

Korianderhuhn mit Zitrusfenchel und Erdmandel


Eline und ich haben nicht nur den gleichen Weingeschmack (auch "der gewisse Hermitage lagert in meinem Weinkühlschrank"), sondern wir teilen ebenfalls die Liebe zu Geflügelgerichten. Daher wusste ich schon beim ersten Anblick ihres Korianderhuhns, dass ich dieses bald auf meinem Teller haben musste. Et voilà - da ist es:


ich nehme (für 4 Personen):


  • 4 Hühnerbrustfilets oder Keulen, ohne Haut
  • Marinade:
  • 1 gehäufter EL gehackter Koriander
  • 3 EL Zitronenöl (ersatzweise 2 EL Olivenöl + 1 EL Zitronensaft und etwas fein geriebene Schale)
  • 1/2 TL feines Salz
  • 1 TL Paprikapulver (moi: Piment d'Espelette)
  • Zitrusfenchel:
  • 2 grosse Fenchelknollen
  • 1 MSP Salz
  • 1 MSP Zucker
  • 2 EL Zitronensaft
  • Kruste:
  • 2 geh. EL gemahlene Erdmandeln
  • 2 geh. EL Weissbrotbrösel
  • 1 gestr. TL Salzflocken
  • 1 geh. TL gemahlene Korianderkörner
  • schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

  • 5 EL Erdmandelöl
  • 2 EL Olivenöl


und los gehts:

Alle Zutaten für die Marinade verrühren und das Hähnchenfleisch darin mindestens 1 Stunde (moi: über Nacht) ziehen lassen.

Fenchel von den äusseren fasrigen Blättern befreien und waschen. Längs in dicke Streifen schneiden. Kurz vor dem Braten für ca. 5 min in Eiswasser legen, so wird er besonders knackig (moi: da ich den Fenchel lieber etwas zarter mag, habe ich diesen Schritt weg gelassen).

Das Hühnerfleisch aus der Marinade nehmen und etwas abtupfen. Die Zutaten für die Kruste mischen und auf einem Stück Küchenkrepp verteilen. Das Geflügel mit der Oberseite fest in diese Mischung drücken.

Erdmandelöl in der Pfanne erhitzen, die Geflügelteile zuerst auf der Unterseite, dann auf der Krustenseite goldbraun braten. 

Parallel dazu den Fenchel mit Salz und Zucker bestreuen und in Olivenöl braten. Mit Zitronensaft würzen.





Montag, 8. August 2016

Meine Entdeckung des Jahres: Cobia - diesmal gegrillt

Zum ersten Mal davon gehört bzw. zum ersten Mal gegessen habe ich Cobia bei Küchenchef Christian Eckhardt in der Villa Rothschild (hier (klick) gibt es meinen Bericht). Dort hatten mich sowohl Konsistenz als auch Geschmack so begeistert, dass ich mich auf die Suche nach einer Bezugsquelle machte.

Der Cobia stammt aus Aquakultur - hier die Beschreibung über Aufzucht und Besonderheiten dieses köstlichen Fisches :

Aquakultur ist die Zukunft der Fischerei. Open Blue™ ist noch einen Schritt weiter gegangen und entwickelte die erste Marikultur weltweit. Ziel dieser einzigartigen Fischzucht ist es jetzige und zukünftige Generationen im Einklang mit dem Ozean zu ernähren und somit die Welternährung durch alternative Zuchtmethoden sicher zu stellen. Deshalb hat Open Blue™ Standards gesetzt, die weltweit einmalig sind. 

Mit der größten Open Ocean Plattform der Welt entstand eine Form von Aquakultur, die das sie umgebende Ökosystem nicht belastet und somit einen der gesündesten Fische aus Aquakultur hervorbringt: Den Cobia - oder auch Black Kingfish.

Das Cobia Filet bringt eine breite Vielfalt auf Ihren Teller! Durch sein festes helles und eiweißreiches Fleisch ist das Cobia Filet für alle Zubereitungsarten geeignet. Roh als Sashimi schmeckt er frisch und leicht buttrig. Kurz gebraten oder gedünstet entwickelt sich ein zarter Buttergeschmack, der hervorragend mit anderen Aromen harmoniert. Durch seine stabile Struktur lässt er sich außerdem besonders gut auf dem Grill zubereiten.

Alle Vorteile auf einen Blick:
  • aufgewachsen in Tiefwasser-Plattformen, im offenen Meer vor der Küste Panamas.
  • Hektar fischereifreie Schutzzone.
  • minimale Besatzdichte der Aufzuchtbecken von maximal 25 kg pro m³.
  • sauerstoffreiches Wasser durch starke Meeresströmungen.
  • kein Einsatz von Hormonen und Antibiotika.
  • eine ausschließlich aus rein natürlichem, gentechnikfreiem und nachhaltig produziertem Futter bestehende Ernährung.
  • lückenlose Rückverfolgbarkeit vom Ei bis zum Teller.
  • doppelt so viel Anteil an Omega-3-Fettsäuren wie Lachs aus Aquakultur.
  • festes helles Fleisch mit mildem Geschmack.
  • vielseitiger Einsatz in der Küche, da sowohl roh als auch gebraten, gegrillt oder gedünstet zuzubereiten.

Für meinen Geschmack benötigt der Fisch eine kräftige Würze, ich habe ihn vorher mit Limettensaft und -schale, Olivenöl, Petersilie und schwarzem Kampot-Pfeffer ca. 30 min mariniert und anschliessend auf der Haut gegrillt.


Grillen könnt ihr natürlich wo ihr wollt, doch ich habe für mich gerade ein neues Lieblingsspielzeug entdeckt: den Lotus-Grill. Wunderbar praktisch, da schnell vorgeheizt, mit Holzkohle bringt er das perfekte Grillaroma. Und anschliessend lassen sich die Teile sogar in der Spülmaschine reinigen - was will frau mehr. Ich bin mindestens genauso begeistert vom Grill wie von meiner Fisch-Entdeckung.


Nachdem die Haut schön knusprig geworden ist, salze und pfeffere ich auf der Fleischseite und drehe den Fisch für ca. 2 - 3 Min. um. 



Zum Servieren evtl. nochmals mit Limettensaft und Olivenöl beträufeln, mit fleur de sel und Pfeffer bestreuen und mit gegrilltem Gemüse servieren. Der Fisch braucht unbedingt eine kräftige Würze. Sehr gut könnte ich mir auch diese Dips (klick) vorstellen, die ich bei Eline entdeckt habe.