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Freitag, 27. Februar 2015

La Table d'Italie, Merkwiller-Pechelbronn (Lambertsloch)

La Table d'Italie, 1, Route du Château, 67250 Lambertsloch
Tel. 00 333 88 06 14 27
Montag und Dienstag geschlossen, ansonsten mittags und abends geöffnet

An der Strasse zwischen Merkwiller-Pechelbronn und Lambertsloch, ca. 15 min von Haguenau und ca. 20 min von Wissembourg, liegt dieses vor ein paar Monaten (September 2014) eröffnete Restaurant.

Ich liebe das Elsass und ich liebe die französische und elsässische Küche, doch nach einigen Wochen Tessin Abstinenz sehne ich mich nach italienischer Küche und ab und an brauche ich dann auch eine Pizza (denn sind wir doch mal ehrlich: auch der beste Pizzateig und sämtliche Backtricks und Schamotte-Steine lassen die Pizza nicht so schmecken, wie sie vom Pizzaiolo aus einem mindestens 350 Grad heissen Ofen kommt). 

Sollte mich nun zukünftig wieder die Sehnsucht nach italienischer Küche mitten im Elsass überkommen, dann weiss ich, wohin mit mir, nämlich hierher zu Michele Baldassarre an die italienische Tafel in Merkwiller.



Heute war ein regnerischer trüber Tag, wie schön muss das erst im Frühjahr oder Sommer aussehen. Doch auch so finde ich den Anblick schon sehr einladend. Dieser ansprechende Eindruck setzt sich auch im Inneren fort:



Hier wird eine italienische Küche mit besten, aus Italien importierten Produkten gepaart mit den regionalen Zutaten, die das Elsass zu bieten hat, wie z.B. eine Pizza Bianca mit Schnecken, Kräuterbutter und Frischkäse.

Unter den Vorspeisen findet man gegrillte Gemüse, Parmaschinken mit Büffel-Mozzarella, diverse Salate, ausserdem ein Thunfisch-Carpaccio mit Zitrusfrüchten:


sowie diesen Antipasti-Teller mit dem Besten, was Italien zu bieten hat:





Während sich Monsieur für Magret de Canard - gebratene Entenbrust in einer dezent mit Fragolino abgeschmeckten Sauce entschied, musste es bei mir zum Test die Pizza Tonno e Cipolle sein, die hier zwar einen anderen Namen hat, der fällt mir aber im Moment nicht wieder ein....



Neben Pasta, Risotto und Gnocchi sowie diversen Fleischgerichten gibt es ein sehr schönes Angebot an Fisch, wie z.B. gegrillte Daurade oder Calamars, im Ofen gebratener Barsch, Muscheln, Meeresfrüchte und auf Vorbestellung die Spezialität des Hauses, eine Fischsuppe.

Die Weinkarte beschränkt sich auf eine Auswahl an italienischen Weinen mit dem Schwerpunkt Toskana und Apulien, wobei Michele im Keller auch einige Schätze hütet, die nicht auf der Karte stehen (am besten nachfragen).

Fazit: Ich muss da wieder hin - die Fischsuppe essen und die Wein- und Grappa-Auswahl besser kennenlernen.

Sonntag, 22. Februar 2015

Das Kartoffelpüree für Kochbesessene oder ich koche mal wieder den Robert nach





Robert hat ein Kartoffelpüree vorgestellt, bei dem ich schon beim ersten Überfliegen des Rezeptes gedacht habe: "Wahnsinn, das ist mir zu viel Arbeit" Zumal wir, wie wahrscheinlich jede Familie, ein Rezept fürs Kartoffelpüree haben, das uns wunderbar schmeckt und mit dem wir zufrieden sind. Warum dann einen solchen Aufwand betreiben? Lohnt es sich? Diese Frage kann ich mit einem eindeutigen "JEIN" beantworten ;-)

Ganz eindeutig kann ich nur sagen, dass es wunderbar schmeckt - sehr kartoffelig aromatisch - dass ich nicht bereue es zubereitet zu haben, aber dass ich künftig wieder unser Familienrezept zubereiten werde, denn dieses zwei- bis dreimalige durch ein 'feines' Sieb Streichen ist nun mal nicht so ganz schnell mal  eben aus dem Handgelenk zu erledigen. Also, für uns wird es in Zukunft Kartoffelpüree wieder so geben, wie es meine Mutter zubereitet hat, fertig!

Wer es trotzdem wissen will, schaut für das Rezept hier (klick) bei Robert bzw. bei Eva, sie hat dazu Limetten-Rosenkohl und Roastbeef serviert.

Noch ein Trick, um Püree tatsächlich ohne geschmackliche Einbussen warm zu halten: in ein grosses Einmachglas geben, ich habe ein Gurkenglas genommen, Deckel drauf und im Wasserbad warmhalten bzw. vor dem Essen wieder für ca. 20 min ins Wasserbad geben und erwärmen.






Wir haben dazu Lachsfrikadellen und Chinakohlsalat gegessen.



Samstag, 21. Februar 2015

Lachs-Stockfisch-Frikadellen oder ganz einfach Fischfrikadellen

Auch wenn wir während der Woche Frühstücksmuffel sind und es ein Glas frischgepresster Saft und Espresso tun, darf es am Sonntagmorgen etwas üppiger zugehen. Dazu mag ich dann auch gerne selbstgebeizten Lachs, von dem ich noch ein Stückchen eingefroren hatte. 

Normalerweise mache ich vom Rest am nächsten Tag ein Lachs-Tatar, doch darauf hatte ich diesmal keine Lust. Dann kam mir die Idee, endlich mal Fisch-Frikadellen zu machen. Inspiration hierzu holte ich mir bei Eva und Micha

Da sich das vom Frühstück übrig gebliebene Lachsfilet als ein bisschen wenig für zwei Personen erwies und ich auch noch eine weitere Geschmackskomponente haben wollte, nahm ich zusätzlich einen ebenfalls eingefrorenen Rest von Stockfisch aus dem Tiefkühler. 



ich nehme (für 4 Personen):

ca. 400 g Fischfilet (moi: 250 g gebeizter Lachs und 150 g Stockfisch)
1 Zwiebel, geschält, in feine Würfel geschnitten
1 TL Butterschmalz 
1 Brötchen vom Vortag
2 EL gehackte glatte Petersilie
1 Ei
1 EL Senf
Salz (Achtung! Bei Verwendung von Stockfisch das Salz weglassen), Pfeffer
4 EL Semmelbrösel
Butterschmalz oder Öl zum Braten

und los gehts:

Die Zwiebelwürfel in etwas Butterschmalz mit aufgelegtem Deckel weichdünsten (ich mag nicht auf harte Zwiebeln beissen, wenn ich in eine Frikadelle beisse, die Zwiebelwürfel sollen lediglich Geschmacksträger sein), zur Seite stellen und abkühlen lassen.

Ein Brötchen in lauwarmem Wasser einweichen.

Den Fisch vorab mit dem Messer grob hacken, dann in den Blitzhacker geben und nochmals zerkleinern, aber bitte nicht zu Mus.

Dann in einer Schüssel den zerkleinerten Fisch, das gut ausgedrückte Brötchen, die abgekühlten Zwiebelwürfel, Ei, Senf, Petersilie, Salz und Pfeffer mischen und abschmecken. Ich mag das nicht roh abschmecken, bin mir allerdings bei Fisch immer unsicher, ob er auch ausreichend gesalzen ist und brate daher eine Mini-Probe-Frikadelle in der Pfanne.

Wenn alles perfekt schmeckt, kleine Frikadellen formen, in Semmelbröseln wenden und in Butterschmalz schön knusprig braten.


Dazu gab es bei uns einen Salat aus Chinakohl und Püree nach Roberts Kartoffelpüreeologie.

Das Rezept hierzu folgt....




Sonntag, 8. Februar 2015

blitzschnelles Knäckebrot

Meine Freundin Tina hat sich vor kurzem eine neue Getreidemühle und einen Flocker gekauft. Seitdem ist sie eine unerschöpfliche Quelle von Brotrezepten und produziert gelungene Brote, eines besser als das andere. Jetzt hat sie es tatsächlich geschafft, mich von meiner bereits seit längerem andauernden Backunlust zu heilen. Sie hat mir von dem selbstgebackenen Knäckebrot erzählt, das sie ihrem Sohn in die Schule mitgegeben hat und das der Renner sowohl beim Sohn als auch bei seinen Schulfreunden wurde. Seitdem hat sie es schon mehrmals gebacken und ich jetzt auch.



Es geht super schnell, macht wirklich nicht viel Arbeit und der Teig ist mal schnell eben zusammengerührt. Das einzige ein bisschen knifflige ist die Kunst, den Teig wirklich richtig hauchdünn auf das Backpapier zu streichen. Es schmeckt wirklich nur gut, wenn es supersuper dünn aufgestrichen wird. Ich habe dazu eine Winkelpalette verwendet. Am Anfang hat mich die doch relativ grosse Menge an Wasser im Rezept erstaunt, doch genau diese Menge ist auch nötig, sonst lässt sich der Teig nicht dünn aufstreichen.



So, und nun zu Tinas Knäckebrot-Rezept:

  • 130 g Dinkelmehl (moi: hälftig Type 1050 und 630)
  • 130 g Haferflocken
  • 130 g gemischte Körner (Sesam, Leinsamen, Kürbis, Sonnenblumen)
  • 1 1/2 TL feines Salz
  • 50 g Olivenöl
  • 400 ml Wasser


und los gehts:



Alles verrühren, mind. eine Stunde quellen lassen, auf zwei bis 3 mit Backpapier belegte Bleche streichen (sehr dünn, lieber mal mit Löchern dazwischen, sonst schmeckt es nicht) und ca. 20 Minuten bei 160 - 170 Grad Umluft backen. 

Dann in Stücke schneiden, evtl. geriebenen Käse darüberstreuen, (hat mir nicht gemundet) und nochmals 20 Minuten backen, bis die Stücke trocken sind.

Voilà, das wars schon!

(ich habe einen Teil in kleine Dreiecke geschnitten, sie mit einer Mischung aus etwas feinem Salz und Raz el Hanout bestreut und als kleine Knabberei zum Apéritif serviert - köööstlich!)

Samstag, 7. Februar 2015

Asiatisch inspiriertes Rindfleisch mit viiiel Gemüse

Das Blog von Magentratzerl ist meine Inspirationsquelle für asiatische Küche. Da ich seit einiger Zeit einen SlowCooker besitze, bin ich sofort auf das Rezept angesprungen, das Susanne vor einiger Zeit veröffentlicht hat. 

Natürlich lässt sich das auch alles in einem normalen Topf, in der Pfanne oder im Wok realisieren, doch die Aromen, die sich beim Langsamgaren entwickeln, sind halt unvergleichlich - und dann ist es auch noch sooo praktisch, weil sich alles abends vorbereiten lässt oder morgens, bevor man zur Arbeit fährt. Abends noch schnell Reis kochen und dann hat man ein köstliches Feierabendessen auf dem Tisch.





Susanne hat Fleisch und Zwiebeln vorher angebraten, ich war faul und habe alles gleichzeitig in den Slowcooker geworfen und auf Stufe 'medium' 6 Stunden gegart. Irgendwie gefiel mir das noch nicht so richtig und ich habe am nächsten Morgen noch 2 Stunden auf 'high' nachgegart - damit war ich höchst zufrieden. Auch das Gemüse habe ich ein wenig verändert und das genommen, was ich noch im Vorrat hatte. Ausserdem fand sich noch ein Stück Ananas, das kam am Schluss auch noch in Stücke geschnitten rein.

  • 1 große Zwiebel, geschält, in Spalten geschnitten
  • 2 dicke Zehen Knoblauch (wenn sie klein sind, eine mehr nehmen), fein gewürfelt
  • 20 gr. Ingwer, geschält, fein geschnitten
  • 500 gr. Schmorfleisch vom Rind (moi: Beinscheibe), in grobe Würfel geschnitten
  • etwas neutrales Öl zum Braten (moi: diesen Arbeitsschritt habe ich ausgelassen, d.h. ohne Anbraten von Zwiebel und Fleisch)
  • 3 Karotten, geschält, in rondelles geschnitten
  • 1 Stück Staudensellerie, klein geschnitten
  • 1 Stück Kohlrabi, in dünne Scheiben gehobelt
  • 4 EL Sojasauce (mit Tamari ist das Essen glutenfrei)
  • 4 EL Austernsauce
  • 1 EL geröstetes Sesamöl
  • 2 EL Chin. Reiswein
  • knapp 350 ml Wasser
  • Salz, Pfeffer
  • evtl. Ananas in Stücke geschnitten
  • Frühlingszwiebelröllchen zum Anrichten (moi: Petersilie)
Alle Zutaten in den Keramikeinsatz des SlowCookers packen, Sojasauce, Austernsauce, Sesamöl und Reiswein zugeben, kräftig salzen und pfeffern. Mit knapp 350 ml Wasser aufgiessen und alles einmal umrühren.

Wer mag, brät Fleisch und Zwiebel vorher gesondert in etwas Öl rundherum braun an 

Den Deckel aufsetzen und das Gericht in ca. 8 h auf “low” oder, wenn man es eilig hat, in 5 h auf “high” garen. (moi: ca. 6 Stunden auf 'medium' und am nächsten Tag Ananasstücke dazu und noch 2 Std. auf 'high')

Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Anrichten mit Frühlingszwiebelröllchen bestreuen. Dazu passt einfacher gekochter Reis.

Inspiration für Rezepte mit dem Slow Cooker kann man sich bei Ulrike holen, dort kann man auch direkt über ihre Seite ihr neuestes Slow Cooker Kochbuch  "SlowCooker Vegetarisch" bestellen, das bei mir direkt mit dem Slow Cooker Topf Einzug in unsere Küche halten durfte und von dem ich begeistert bin.
Sehr viele schöne Rezepte gibt es auch bei Petra von Chili und Ciabatta, da unter der Kategorie Crockpot suchen.

Dienstag, 3. Februar 2015

Loup de Mer - Wolfsbarsch in der Salzkruste


Wolfsbarsch in der Salzkruste bestelle ich gerne im Restaurant, doch ans Selbermachen habe ich mich bisher noch nicht rangetraut, das war bist jetzt immer mein Angstgegner. Warum eigentlich? Es geht so einfach, so schnell, so leicht und das Ergebnis kann sich sehen und vor allem schmecken lassen.













Ich habe im Netz nach Rezepten gestöbert, das von Lea Linster hat mir am besten gefallen und das geht so:

ich nehme für 2 Personen:
  • 1 schöner Wolfsbarsch von ca. 400 bis 500 g, küchenfertig vorbereitet
  • 4 Thymianzweige
  • 1 kg grobes Meersalz
  • ca. 100 ml Wasser





und los gehts:

Zunächst den Backofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Teller und Servierplatte gut vorwärmen.

Den Fisch waschen und gründlich trocken tupfen. Die Thymianzweige in die Bauchhöhle geben. Das Meersalz mit dem Wasser mischen, so dass es gerade so abgebunden ist.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen, ein Viertel der Salzmischung darauf geben, zu einem Sockel formen, der in etwa der Grösse des Fischs entspricht. Diesen dann darauf betten und mit der restlichen Salzmischung bedecken.

Gute 15 Minuten backen, er soll innen heiss, aber noch schön glasig sein. 

Die Salzkruste am Tisch mit einem grossen Messer aufschlagen, den Wolfsbarsch vorsichtig herauslösen und auf eine vorgewärmte Platte geben. Und dann muss man schnell und geschickt arbeiten: Zuerst die obere Haut des Fisches mit der Gabel entfernen, das Filet von der Gräte lösen und auf einen vorgewärmten Teller (auf dem man vorher schon die Beilagen, bei uns Wirsing und Dampfkartoffeln, angerichtet hat) legen.


Dann die Mittelgräte vom Schwanz aus mit der Gabel abheben, dabei das untere Filet mit dem Löffel von der Gräte lösen und aus der Haut heben. Ebenfalls auf einen vorgewärmten Teller legen. Voilà!
Wir haben dazu eine Hollandaise nach diesem Rezept hier (klick) gegessen.



Samstag, 31. Januar 2015

Bayerischer Krautsalat mit Wammerl

aus dem Kochbuch von Michaela Hager "Echt bayerisch kochen"




ich nehme (für 6 Portionen):
  • 1 kleiner Kopf Weisskohl (ca. 1 kg)
  • 1 Zwiebel, geschält
  • 100 g Wammerl, roh, geräuchert (moi: Räucherspeck)
  • 100 ml Rapsöl (moi: Olivenöl (die Bayern mögen es mir verzeihen)
  • 125 ml Rotweinessig
  • 1 - 2 EL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1/2 TL Kümmel
  • Pfeffer aus der Mühle


und los gehts:

Weisskohl durchschneiden, Strunk entfernen und mit einem Hobel oder einer Küchenmaschine sehr fein hobeln.

Zwiebel und Wammerl klein würfeln. Öl in der Pfanne erhitzen, Zwiebeln- und Wammerl-Würfel goldbraun anrösten und auf das Kraut geben. 

Alles zusammen mit den restlichen Zutaten vermischen, ca. 30 min stehen lassen und danach nochmals kräftig abschmecken.

Voilà - für uns der bis jetzt beste Krautsalat - so wird es ihn immer wieder geben.

Zum Krustenbraten ein MUSS.